(Fortsetzung)
Alles in einen Topf zu werfen, ist ein beliebtes Argu-
mentationsmuster. Das Beispiel ist aber völlig daneben. Der aufrichtig bereuende Mörder behält sich der Kirche gegenüber nicht das Recht vor, weitere Morde zu be-
gehen und bittet dafür schon mal um Barmherzigkeit.
Selbst Geschiedene dürfen zur Kommu-
nion hinzutreten; sie dürfen sogar Paten sein usw.
Anders sieht es allerdings aus, wenn eine neue – auch sexuelle - Beziehung eingegangen wird, obwohl die vorige vor Gott ge-
schlossene Ehe aus kirchlicher Sicht noch nicht beendet ist. In diesem Zustand schwerer Sünde darf man nicht zum Tisch des Herrn treten.
In der Öffentlichkeit wird häufig der Eindruck erweckt, dieses Schicksal treffe nur die wiederverheiratet Geschiedenen. Verschwiegen wird dabei, dass es eine ganze Reihe von schweren Verfehlungen gibt, die vom Kommunionempfang ausschließen, wie etwa eine er-
folgte Abtreibung, öffentlich demonstrativ gelebte Homo-
sexualität oder etwa Kirchenaustritt. Es gibt sogar prominente Beispiele, wo vom Ortsbischof eine Exkommunikation wegen kirchenfeindlicher Reden ausgesprochen wurde. Hat man z.B. je die Forderung von Priestern vernommen, man möchte diejenigen,
die ein Menschenleben durch Abtreibung getötet haben, zur Kommunion zulassen?
Ich bestreite nicht, dass es viele Katholiken gibt, die sehr darunter leiden, dass sie die Kommunion nicht empfangen dürfen. Es be-
fremdet mich aber, wenn das Leben als Christ nur an diesem Punkt festgemacht wird, denn von den aller-
meisten Dingen ist man ja keineswegs ausgeschlossen.
Barmherzigkeit gelten lassen und gegenüber diesen Menschen großzügig verfahren – das klingt gut und das möchte eigentlich auch jeder. Aber ist es wirklich eine Lösung, wenn die einen alles quasi „zum Nulltarif“ (so Prof. Dr. Wilhelm Rees) bekommen, während die ande-
ren sich die Mühe machen, ein langwieriges kirchliches Eheverfahren auf sich zu nehmen?
Vieles gäbe es noch gegen die z.T. allzu oberflächliche öffentliche Diskussion einzuwenden. Dabei muss ich das Rad nicht neu erfinden, sondern ich verweise erst einmal auf weiterführende hilfreiche Links:
- Astrid Weiland: Geschieden – wiederverheiratet- abgewiesen (pdf) >> BITTE KLICKEN !
- Karl Veitschegger: Geschiedene ohne Rechte?
>> BITTE KLICKEN !
- Katholik Kennedy von Kommunion ausgeschlossen
>> BITTE KLICKEN !
- Pastorale Handreichungen eines Bistums (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
- Artikel über Stephan Wahl
>> BITTE KLICKEN !
Alles in einen Topf zu werfen, ist ein beliebtes Argu-
mentationsmuster. Das Beispiel ist aber völlig daneben. Der aufrichtig bereuende Mörder behält sich der Kirche gegenüber nicht das Recht vor, weitere Morde zu be-
gehen und bittet dafür schon mal um Barmherzigkeit.
Selbst Geschiedene dürfen zur Kommu-nion hinzutreten; sie dürfen sogar Paten sein usw.
Anders sieht es allerdings aus, wenn eine neue – auch sexuelle - Beziehung eingegangen wird, obwohl die vorige vor Gott ge-
schlossene Ehe aus kirchlicher Sicht noch nicht beendet ist. In diesem Zustand schwerer Sünde darf man nicht zum Tisch des Herrn treten.
In der Öffentlichkeit wird häufig der Eindruck erweckt, dieses Schicksal treffe nur die wiederverheiratet Geschiedenen. Verschwiegen wird dabei, dass es eine ganze Reihe von schweren Verfehlungen gibt, die vom Kommunionempfang ausschließen, wie etwa eine er-
folgte Abtreibung, öffentlich demonstrativ gelebte Homo-
sexualität oder etwa Kirchenaustritt. Es gibt sogar prominente Beispiele, wo vom Ortsbischof eine Exkommunikation wegen kirchenfeindlicher Reden ausgesprochen wurde. Hat man z.B. je die Forderung von Priestern vernommen, man möchte diejenigen,
die ein Menschenleben durch Abtreibung getötet haben, zur Kommunion zulassen?
Ich bestreite nicht, dass es viele Katholiken gibt, die sehr darunter leiden, dass sie die Kommunion nicht empfangen dürfen. Es be-fremdet mich aber, wenn das Leben als Christ nur an diesem Punkt festgemacht wird, denn von den aller-
meisten Dingen ist man ja keineswegs ausgeschlossen.
Barmherzigkeit gelten lassen und gegenüber diesen Menschen großzügig verfahren – das klingt gut und das möchte eigentlich auch jeder. Aber ist es wirklich eine Lösung, wenn die einen alles quasi „zum Nulltarif“ (so Prof. Dr. Wilhelm Rees) bekommen, während die ande-
ren sich die Mühe machen, ein langwieriges kirchliches Eheverfahren auf sich zu nehmen?
Vieles gäbe es noch gegen die z.T. allzu oberflächliche öffentliche Diskussion einzuwenden. Dabei muss ich das Rad nicht neu erfinden, sondern ich verweise erst einmal auf weiterführende hilfreiche Links:
- Astrid Weiland: Geschieden – wiederverheiratet- abgewiesen (pdf) >> BITTE KLICKEN !
- Karl Veitschegger: Geschiedene ohne Rechte?
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5 Kommentare:
Ich bedaure, das so deutlich ausdrücken zu müssen: Die Mitbrüder, die da meinen, aus Barmherzigkeit gegen das Wort Jesu und gegen das Lehramt handeln zu müssen, erinnern mich an Kutschenpferde, die Scheuklappen tragen und so nicht wahrnehmen, was links und rechts noch ist.
Wer so großzügig ist, jeden zuzulassen, den Leib des Herrn zu empfangen, der sorgt dafür, dass Priester gegeneinander ausgespielt werden und erschwert damit die Seelsorge und die Vermittlung der kirchlichen Ehelehre überhaupt. Was als Reform gedacht ist, erzeugt Verwirrung und neue Ungerechtigkeit, und eine schwere Verfehlung ist es auch.
Es gibt viele Katholiken, die aus ganz anderen Gründen auf den Empfang der Eucharistie verzichten müssen, z.B. viele Verfolgte, Gefangene usw. - Sind die deswegen weniger Christ?- Das Anspruchsdenken ist erschreckend, und das Glaubenswissen ebenso.
Indem die Kirche zum Ausverkauf der Sakramente auch noch beiträgt, schaufelt sie sich selbst ihr Grab.
... erfolgte Abtreibung, öffentlich demonstrativ gelebte Homo-
sexualität oder etwa Kirchenaustritt./Zitat
Klar, solange man davon weiß, kann man die Sünder öffentlich an den Pranger stellen und ihnen die Eucharistie verweigern.
Wenn gleichgeschlechtliche Liebe, ein Abbruch oder auch nur die neue Liebe nicht öffentlich bekannt werden, was machen wir dann? Schuldig bei Verdacht?
Dann kann der Herr Pfarrer gleich alle Hostien wieder in den Tabernakel packen.
Das wird alles noch richtig unlustig werden für diese schrumpfende Kirche. Aber vielleicht kriegen sie die Kurve ja doch noch im allerletzten Moment. Beim Zinsverbot hat's ja auch funktioniert und sagen Sie selbst, wer bringt heute noch das Zinsverbot mit der katholischen Kirche in Verbinung? Höchstens noch mit dem Islam. Bei uns ist diese ewige Wahrheit schon lang keine mehr. Und das ist auch gut so!
Dass Sie keine Ahnung haben, wovon Sie reden, beweisen Sie damit, dass Sie den Wert der Eucharistie auf "wenn das Leben als Christ nur an diesem Punkt festgemacht wird" reduzieren. Vielleicht lesen Sie einmal den einen oder anderen Beitrag des Papstes zur Bedeutung der Eucharistie!
Vielleicht lesen Sie, Frau Giese, einfach mal den zitierten Satz zu Ende.
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