Doch Jesus beruhigte seine nervös gewordenen Jünger:
„Euer Herz lasse sich nicht verwirren.“ -
Genauer übersetzt heißt es eigentlich: „Euer Herz lasse sich nicht durcheinander schütteln.“ – Das trifft es sehr genau:
ihre Gefühle waren wirklich durcheinander geschüttelt. Sie waren hin- und hergerissen zwischen Vertrauen und Besorgnis.
Das ist für uns heute etwas tröstlich, denn im modernen Wirrwarr der Angebote und Meinungen wird auch so viel durcheinander geschüttelt. Da kann man leicht von dem Weg abkommen, den man eigentlich als Christ gehen will. Die Verlockungen sind ein-
fach ganz groß, sich das Christsein so einfach wie möglich zu machen, gewissermaßen die abgespeckte Version, so ein bisschen für den Hausgebrauch, ohne Stress für sich und andere. Man will ja auch keinen Ärger kriegen wegen seines Glaubens, oder?
so viel erklärt hatte. Aber so ist das eben mit uns allen als Schülern Jesu: Wir brauchen immer wieder Ermunterung, Hilfe, Bestätigung, Orientierung.
Das ist eigentlich fast wie bei einem Ehepaar: da genügt es schließlich auch nicht, wenn man einmal bei der Hochzeit sagt: „Ich liebe dich!“ – und dann die nächsten 30 Jahre kein Wort mehr darüber verliert.
Sicher tat es den Jüngern auch einfach gut, noch einmal aus-
drücklich von Jesus bestätigt zu bekommen: Ja, es ist alles o.k. – ihr seid auf dem richtigen Weg! Lasst euch jetzt bloß nicht irre machen vom Geschwätz angeblicher Heilsversprechen!
Über diesen Weg für die Christen lässt Jesus keinen Zweifel aufkommen. Das Ziel ist der Himmel, und dorthin geht er voraus. „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“, heißt es im heutigen Evangelium. Jesus gibt also den Seinen eine Art Reservierungs-Bestätigung dafür, wenn er sagt: „Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten. Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“
Jesus verspricht jedem, der ihm folgt, eine „Wohnung“ im Hause seines Vaters, im himmlischen Vaterhaus.
Eine Wohnung im Himmel – das heißt also nicht ein 08/15-Massenquartier, sondern wirklich bei Gott im Himmel sein, wirkliche und endgültige Heimat, endlich zu Hause sein, da, wo man hingehört, wo man sich ganz befreit und unsagbar glücklich fühlt. Wenn jemand gestorben ist, sagt man deshalb aus gutem Grund: er oder sie ist heim-
gegangen.
Es gibt viele Wohnungen im Himmel – das heißt doch auch:
da werden nicht alle über einen Kamm geschoren, sondern im Himmel geht es sehr individuell zu, so wie es dort ja auch keine genormten Einheitsengel gibt. Auf diesen anstehenden Umzug darf man sich also so richtig freuen!
Der zweite Gedankengang im heutigen Evangelium klingt für viele Ohren heute hart, ja geradezu provozierend. Jesus sagt klipp und klar: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich." - Jesus sagt ausdrücklich nicht: Ich bin ein denkbarer Weg, eine Möglichkeit unter vielen, sondern er sagt: ich bin der Weg!
Wenn er von sich sagt, dass er die Wahrheit ist, dann ist das auch eine Zusage: Ich führe dich, da kannst du ganz sicher sein! - Wahrheit heißt hier absolute Treue, Zuverlässigkeit. Wir sagen heute noch von einem Helfer in der Not, dass er sich als „wahrer“ Freund gezeigt hat.
Wenn Jesus von sich sagt, dass er das Leben ist, lautet die Zusage: Ich bin immer da, auch in deinen dunkelsten Stunden. Ich lasse dich nicht fallen, auch nicht im Sterben. Mit mir lebst du jetzt und immer!
Zum Schluss erteilt Jesus falschen Wünschen eine klare Absage. Es steht uns nicht zu, Jesus zu bitten, wie Philippus das tat: „Herr, zeig uns den Vater! Das genügt uns.“ - Viele Bitten hat Jesus erfüllt. Immer wieder hat er dazu ermuntert, Gott zu bitten. Aber hier spüren wir, wie Jesus sich hier geradezu ereifert:
„Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und daß der Vater in mir ist?“
da glaube!
Hier auf Erden ist jedoch nicht die Zeit und nicht der Platz, Gottvater zu sehen. Alles sehen wollen und alles können wollen, das ging nicht nur damals im Paradies kräftig daneben.
Die Erde ist eben nicht der Himmel, und die Gelegenheit, den liebenden Gottvater zu sehen, wird sich ergeben, wenn unser letzter Umzug ansteht. Und der kommt so sicher wie das Amen
in der Kirche. Und dann werden wir sehen! Und wie!
Predigt Klaus Frank: Wie gelingt es, ihm nachzufolgen?>> BITTE KLICKEN !
Predigt Pfr. Joseph Mohr: „Euer Herz sei ohne Angst!“
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Predigt Pfr. Joseph Mohr: Wege zu Gott
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Predigt P. Pius Kirchgessner: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren“ >> BITTE KLICKEN !
Lesehilfe des Katholischen Bibelwerks (pdf)
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Auslegung von Prof. Dr. Ludwig Volz
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Familiengottesdienst zum Thema „Weg“ (pdf)
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Dr. Thomas Söding: „Die Ich-bin-Worte…“ (pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar zu Joh 14,1-12 (pdf)
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Der Gärtner beißt ins Gras.
Der Maurer springt von der Schippe.
Der Koch gibt den Löffel ab.
Den Elektriker trifft der Schlag.
Der Pfarrer segnet das Zeitliche.
Der Schaffner liegt in den letzten Zügen.
Der Zahnarzt hinterläßt eine schmerzliche Lücke.
Der Gemüsehändler schaut sich die Radieschen von unten an.
Der Fechter springt über die Klinge.
Die Putzfrau kehrt nie wieder.
Der Anwalt steht vor dem jüngsten Gericht.
Der Autohändler kommt unter die Räder.
Der Förster geht in die ewigen Jagdgründe ein.
Der Gynäkologe scheidet dahin.
Der Optiker schließt für immer die Augen.
Der Spanner ist weg vom Fenster.
Der Wanderer geht von dannen.
Der Maurer springt von der Schippe.
Der Koch gibt den Löffel ab.
Den Elektriker trifft der Schlag.
Der Pfarrer segnet das Zeitliche.
Der Schaffner liegt in den letzten Zügen.
Der Zahnarzt hinterläßt eine schmerzliche Lücke.
Der Gemüsehändler schaut sich die Radieschen von unten an.
Der Fechter springt über die Klinge.
Die Putzfrau kehrt nie wieder.
Der Anwalt steht vor dem jüngsten Gericht.
Der Autohändler kommt unter die Räder.
Der Förster geht in die ewigen Jagdgründe ein.
Der Gynäkologe scheidet dahin.
Der Optiker schließt für immer die Augen.
Der Spanner ist weg vom Fenster.
Der Wanderer geht von dannen.
Frau Meier zu ihrer Nachbarin: "Eben höre ich, dass der alte Müller gestorben ist. Der Tod hat ihn im Schlaf überrascht!" - "Schrecklich - er weiß also noch gar nichts davon?"
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