zu wenden. Leider fehlen am Schluss des heutigen Evan-
gelienabschnittes die nächsten Sätze, die das noch deutlicher machen: „ Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. So lange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren…“
Jesus hätte sicher auch still für sich beten können. Wenn er jedoch laut betet und dabei den Blick zum Himmel richtet,
sollen seine Jünger etwas ganz deutlich mitbekommen.
Jesus nimmt sie ins Gebet, aber im besten Sinne des Wortes: Jeder kann und soll es hören, wie Jesus seinen Vater bittet für die Zeit, in der er nicht mehr auf der Erde ist. Jeder soll es wissen, dass Jesus ganz sicher niemand im Stich lässt. Er geht nicht einfach weg nach dem Motto: Sollen sie sehen, wie sie klar kommen – ich habe ihnen doch alles erklärt!
Nein, Jesus sorgt sich auch in dieser Stunde um seine Lieben, um die ihm vom Vater anvertrauten Jünger. In seiner Bilanz,
die er hier zieht, stellt Jesus aber zuerst einmal klar, wie innig die Beziehung zu seinem Vater ist: Immer wieder kommt im heutigen Text vor, dass sein Vater ihm alles gegeben hat. In seinem Auftrage hat er alles vollbracht, und Gottvater war es auch, der Jesus die Jünger anvertraut hat.
hat Jesus immer gehandelt, nicht auf eigene Rechnung. Wenn Jesus hier sagt: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast“, scheint uns das heute nicht besonders aufregend zu sein. Wenn wir jedoch wissen, welche Bedeutung der Name Gottes in der Bibel hat, dann sieht das schon anders aus: Der Name Gottes sagt etwas aus über ihn selbst, über sein Wesen.
Gott ist schon im Alten Testament der „Ich-bin-da“. Das ist wie ein Pass, wie ein Ausweis, der wichtigste persönliche Daten enthält. Gott ist eben immer da, das ist seine auffallendste Eigenschaft. Er ist da bei uns in Freude und Schmerz, einfach immer.
Ob wir ihn bemerken, das ist allerdings eine andere Frage. Unsere Wahrnehmung funktioniert leider nicht perfekt – oder haben Sie z.B. heute schon gefühlt, wie die Erde sich dreht?
Es sollen pro Stunde immerhin etwa 1200 Kilometer sein; wir alle sind also auch in diesem Moment hier auf einer rasend schnellen Karussellfahrt und merken es noch nicht einmal.
Wenn Jesus uns den Namen Gottes offenbart, heißt dies auch: Ich gebe euch Einblick: Schaut, so wie ich mich euch gezeigt habe, so ist Gott. Er ist wirklich die Liebe in Person. Vom menschlichen Verstand kann das gar nicht erfasst werden;
es ist, wie Kirchenvater Augustinus schon bemerkte, als ob wir mit einem kleinen Schöpfgefäß das ganze Meer leerschöpfen wollten.
schaffen, das ist sein sehnlichster Wunsch. Es soll ans Licht kommen, wie herrlich Gott ist. - So sind die heutigen Worte Jesu ein einzigartiges Zeugnis der innigen Einheit zwischen Gottvater und Sohn. Wie ein Wegweiser zeigt das Gebet Jesu: schaut doch, denn dort und nur dort ist Heil und Heilung für euch! Orientiert euch an mir, dann findet ihr den Vater!
Unüberhörbar ist aber auch, dass Jesus sich um seine Jünger-
schar berechtigte Sorgen macht. Er formuliert es so: „Für sie
bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir.“
Das hätten wir ja eigentlich ganz anders von Jesus erwartet.
Da sagt er: „Nicht für die Welt bitte ich…“ – Das klingt ja fast so, als wäre ihm die Welt egal, Hauptsache, seine Jünger sind auf dem rechten Weg. Dass es nicht so gemeint sein kann, die übrigen Menschen quasi als hoffnungslose Fälle aufzugeben, wissen wir aus den vielen Gleichnissen und Wundergeschichten der Bibel. Immer wieder hat Jesus sich darum bemüht, Men-
schen zu heilen und zu retten, und zwar auch solche, die in den Augen der Mitmenschen bereits verloren waren, wie z.B. der Zöllner Zachäus oder die Ehebrecherin.
Es ist wie ein Sog, den das Böse auf die Menschen ausübt - wer sich in seine Nähe begibt, der wird mit in den Strudel gerissen, der ins Verderben führt. Die Welt mit allen ihren Versuchungen bleibt für Jesu Jünger damals wie heute eine Herausforderung, denn wir leben nicht im Wolkenkuckucksheim, sondern wir leben ebenfalls in und mit der Welt.
Da kann es deshalb auch mal erforderlich werden, dass wir Christen zum Spaßverderber werden und nicht alles so toll finden, was diese Welt uns vorsetzt und zumutet. Natürlich ist
es in der Praxis anstrengend, nicht wegzuschauen, nicht totzuschweigen, nicht alles und jedes im Namen einer angeb-
lichen Toleranz zu akzeptieren. Es gibt Grenzen, und die wichtigste davon ist die Wahrheit.
Die Gefahr, wie allein gelassene Schafe in die Irre zu gehen, ist unsere tägliche Bewährungsprobe, und meistens kommt eine solche ausgerechnet gerade dann, wenn man sie am wenigsten brauchen kann, wie es schon im Gleichnis vom barmherzigen Samariter passierte.
Wenn ein Kirchenchor in den verschiedenen Stimmlagen gleichzeitig verschiedene Lieder singt, statt ein einziges Lied nach Anweisung des Dirigenten, klingt dies nicht sehr harmo-
nisch. So gilt auch für jeden von uns: Wir sollten nicht jeder sein eigenes Lied singen, sondern der Welt nur die Melodie Gottes zu Gehör bringen. Mit Hilfe des versprochenen Geistes sollten wir dies tun – in Gottes Namen.
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Predigt Pfr. Karl Sendker
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Predigt Pfr. Martin Günter
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Predigt Prof. Dr. Dr. Klaus Müller
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Predigt P. Hans Rudi Krieg SVD
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Predigt Diakon Josef Lengauer
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Prof. Dr. Ernst F. Ströter: Betrachtungen zu Joh 17 (23 S. / pdf)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Predigt Dr. Bernhard Kaiser (pdf)
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Der Pfarrer stattet dem Kindergarten einen Besuch ab. Er fragt ein kleines Mädchen: "Weisst Du eigentlich, wer ich bin?""Na klar, Du bist der Nachrichtensprecher aus der Kirche..."
Ein Österreicher hat einen kleinen Unfall und einige kleine Dellen im Auto. Da kommt ein Bayer vorbei und sagt zu ihm: "Du musst kräftig in den Auspuff blasen, da drückt`s die Dellen wieder raus." Der Bayer fährt weiter, und der Österreicher denkt sich, das kann ich ja mal probieren. Er bläst und bläst. Da kommt die Polizei vorbei und fragt ihn, was er da macht. Er sagt, ein Bayer habe ihm geraten, um die Dellen herauszubekommen, solle er in den Auspuff blasen. Da fangen die Polizisten an zu lachen und sagen: "Wenn das Schiebedach auf ist, kann das natürlich
nicht funktionieren."
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