14.03.2011

Ökostrom = hui, Atomstrom = pfui?

(Fortsetzung)

In Wahrheit wird von manchen Produzenten sogenannter Misch-
strom geliefert, weil man bei schwanken-
dem Bedarf gar nicht punktgenau Ökostrom liefern kann.
Und egal wie öko dieser Strom dann ist, er wird mit großen Verlusten von ca. 60 % und mehr über lange Leitungswege zur Steckdose des Verbrauchers geliefert.
Welches Potential zum Stromsparen also in einer dezentralen Erzeugung liegt, kann man allein daraus schon erahnen. Etwa durch sogenannte Blockheizkraftwerke könnte der eigene Atomausstieg effektiv und rentabel im eigenen Keller stattfinden.
Doch das Interesse von Politik und Energiewirtschaft ist da noch eher mäßig, was zum Teil verständlich ist, denn was man nicht verkauft, kann man auch nicht als Gewinn oder als Steuern einstreichen.
Da sind wir beim nächsten Punkt, der mir einfällt. Raten Sie doch mal, wie hoch die Besteuerung des Stromes für Otto Normal-
verbraucher in Deutschland ist – 10 %? - 15 %? – Oder gar 20 %? – Falsch gedacht, es sind stolze 46 % für Steuern und Abgaben, hat zumindest der Bundesverband der Energiewirtschaft berechnet. Vater Staat mal wieder wie beim Benzin als der große Preistreiber und Verdiener?
Am ärgerlichsten dabei ist, dass es die Kleinsten und Ärmsten unter uns wieder am härtesten trifft. Strom braucht nun mal jeder, und wer jeden Euro zweimal umdrehen muss, den schmerzen hohe Energiekosten ganz besonders.
Ob wir wollen oder nicht, wir alle bezahlen kräftig drauf beim Ökostrom. Doch der Gutverdiener, der sich mit Solaranlagen auf den Dächern seiner Häuser noch eine nette Rendite einverleiben darf, wird letztlich von der Masse der Stromkunden über den Strompreis subventioniert, also etwa auch vom arbeitslosen Mieter, der nicht weiß, wie er noch über die Runden kommen soll, für den am Ende des Geldes immer noch viel zu viel Monat übrig ist. Sozial gerecht sieht anders aus.
Seit Anfang 2011 wurde die Pflicht-Umlage zur Finanzierung der erneuerbaren Energien sogar noch um 70 % erhöht, von 2 auf 3,5 Cent je Kilowattstunde. Alles in allem kommen da schon 100 – 170 Euro jährlich für einen Haushalt zusammen, mit der man zwangsweise den Ökostrom und die Renditen z.B. der Solar- und Windkraft-
betreiber fördert. - Wenn man das auf 10 Jahre hochrechnet, kommt da ein nettes Sümmchen heraus, das vielleicht zur Wärme-
dämmung der eigenen Wohnung sinnvoller und für den Verbraucher-Geldbeutel kosteneffektiver angelegt werden könnte.
Weil laut Erneuerbare-Energien-Gesetz die Produzenten bis zu garantierten 33 Cent pro abgelieferter Kilowattstunde kassieren können, wird fleißig weiter in Wind- und Solaranlagen investiert,
und alle dürfen es immer teurer bezahlen.
Doch inzwischen wird die Leitungskapazität knapp. Da aber eine Abnahmeverpflichtung besteht, muss auch bei schwankender Erzeugung eine Einspeisung langfristig möglich bleiben. Experten schätzen, dass allein in Deutschland bis zu 3.600 Kilometer neue Hochspannungsleitungen nötig werden, mit Kosten bis zu 55 Miliarden Euro. Und wer die bezahlen muss – na, raten Sie mal…!

Etikettenschwindel gibt’s dabei auch noch. Einige Anbieter von Ökostrom haben es schon praktiziert: Man kauft sogenannte RECS-Zertifikate, mit denen man ganz legal den „normalen“ Strom zu Ökostrom umbenennen kann. Ein seltsamer Beitrag zum Umweltschutz, der laut Bundesnetzagentur von fast der Hälfte der Anbieter praktiziert wird, oder?
Die energiepolitische Wende, die wir derzeit teuer bezahlen, sollte meiner Meinung nach anders aussehen. Ist es nicht an der Zeit, viel grundsätzlicher umzudenken?
Effektiveres Stromsparen gehört dazu, aber eben auch beispiels-
weise die dezentrale Erzeugung. Wird die Gelegenheit mal wieder verschlafen?

3600 km neue Hochspannungsleitungen nötig – bis zu 55 Mrd. Euro

Solarenergie- ein fettes Geschäft schon über 50 Miard. Fördergelder


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