14.04.2011

Comeback an Ostern: Bischof Mixa bald wieder da!

(Fortsetzung)

Gerade hatte man sich daran gewöhnt, dass Bischof Mixa eine längere Auszeit hat, da meldet er sich unmissverständlich zu Wort, und zwar mit einem vielbeachteten Interview mit dem „DONAUKURIER“, das im Original leider nur kostenpflichtig
zu haben ist.
In diesem Pressegespräch auf Initiative von Bischof Mixa erklärt dieser, dass er seine Auszeit beenden wolle, um sich wieder stärker kirchlich zu engagieren. Er hoffe, noch einige Jahre bei guter Gesundheit im Dienste der Neuevangelisierung arbeiten
zu können. Dazu fordere der Papst schließlich ausdrücklich alle Kirchenleute auf.
Das Besondere an dem angekündigten Einsatz von Bischof Mixa ist, dass er wie ein „Wanderbischof im Mittelalter“ dann nicht an irgendwelche kirchlichen Institutionen gebunden sein wird, sondern in der weite-
ren Zeit seines Unruhestandes ganz frei in Eigenregie handeln kann, mit seiner eigenen Homepage, mit einem Auftritt beim Netzwerk „facebook“ usw.
Gerade dies sorgt freilich jetzt schon für Unruhe oder Vorfreude, je nachdem, wie man zu diesem Kirchenmann steht. Offizielle Erklärungen der Amtskirche sind jedenfalls betont zurückhaltend. „Wir nehmen die Pläne Bischof Mixas zur Kenntnis“, verlautet vom Bistum Augsburg mit wenigen Worten vielsagend durch seinen Pressesprecher. Matthias Kopp als Pressereferent der Deutschen Bischofskonferenz wird ein klein wenig präziser:
„Wir sind mächtig irritiert.“
Irritiert – das ist auch ein zutreffender Ausdruck für die Reaktionen in der Presse. Da ist die angekündigte Homepage noch lange nicht freigeschaltet, da steht bei „facebook“ von ihm noch kein einziges Wort – da ist man schon nervös, da liest man schon ganz tief im journalistischen Kaffeesatz.
Die Erklärung von Mixa werde „mit Kopfschütteln gelesen“ (merkur-online), ist da noch die harmlose Variante. Bischof Mixa „ärgert mal wieder seine Kirche“ (Nürnberger Zeitung), weiß man jetzt vorab schon über den selbsternannten „Facebook-Bischof“.
Eher schon peinlich für die Schreiber wird es, wenn man z.B. befindet, die Ankündigung der Mixa-Homepage könne „auch als Drohung aufgefasst“ werden, denn sie sei „Ganz in Rot gehalten – Warnung! Fegefeuer!?“ (so die linke Tageszeitung „taz“).
Die Vorankündigung der Seite wirke „so einladend wie… das Abklingbecken eines Atomkraftwerks“ (Toll, damit ist das Thema Atomkraft auch irgendwie untergebracht). -
Wie groß dort die journalistische Ahnungslosigkeit ist, demons-
triert die „taz“, wenn sie über die Mixa-Homepage gar formuliert: „Ein großes A… will Blickfang sein, drängt sich in den Vorder-
grund. Warum ein A? Steht es für Augsburg? Angeber? Antichrist…?“
(Mein heißer Tipp an die Redaktion: Schaut doch mal bei „Wikipedia“ nach, was eine Mitra ist und wie sie aussieht. Ihr werdet staunen, vor allem über eure Dummheit…!)
Und für alle Leser, die über den Termin 25. April für den Start jener Homepage rätseln: Mit Auferstehung hat das wohl nichts zu tun. Es ist ganz einfach. An diesem Tag feiert Bischof Mixa seinen 70. Geburts-
tag
. Herzlichen Glückwunsch! –
Wer schon mal reinschauen will, wird außer einer E-Mail-Adresse (z.B. für Geburtstagsgrüße?!) noch wenig vorfinden >>
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3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Klar, dass gewisse Herrschaften in der katholischen Hierarchie nun Angst haben, der von ihnen wie ein Aussätziger behandelte Bischof Mixa könnte ihnen lästig werden. Ich habe Bischof Mixa als tiefgläubigen Seelsorger erlebt, der viel bösartige Häme tapfer ertragen hat. Respekt, dass er sich nicht gemütlich auf's Altenteil zurückzieht!

Anonym hat gesagt…

Es ist eine Schande, wie mit Bischof Mixa in Kirche und Presse umgegangen wird und manche Leute, die sich Christen nennen, freuen sich auch noch darüber.
Manche Bischöfe in unserer kath. Kirche sollten einmal selber in den Spiegel schauen und darüber nachdenken, wie sie ihren Mitbruder damals behandelt haben und mit ihm in den Medien umgegangen sind. Noch heute wird über ihn hergezogen.
Papst Benedikt XVI. hat im letzten Jahr zu mehr Mitbrüderlichkeit im Umgang mit Bischof Dr. Mixa aufgerufen. Da sehe und merke ich nicht viel. In Deutschland war und ist der Rücktritt von Bischof Mixa und die Umstände, die dazu geführt haben, ein einmaliger kirchlicher Skandal. Doch der Plan, ihn aus dem Weg zu räumen, ist offenbar nicht ganz gelungen. Für die deutschen Bischöfe mit Leseschwäche hier noch mal die Stelle aus dem damaligen Schreiben des Papstes vom 1. Juli 2010: "Er bittet vor allem auch die Mitbrüder im bischöflichen Amt, Bischof Mixa mehr als bisher ihre freundschaftliche Nähe, ihr Verstehen und ihre Hilfe zur Findung der rechten Wege spüren zu lassen."

Anonym hat gesagt…

Als Priester schreibe ich auch lieber anonym. Man ist gleich verdächtig, wenn man für Mixa redet. Ihm verdanke ich geistliche Führung in schwieriger persönlicher Lage. Das werde ich nie vergessen.

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