13.04.2011

"kath.net" und die Alkohol-Unfallfahrt des Dompfarrers

(Fortsetzung)

„1,4 Promille Alkohol: Nicht nur beim Memo-
randum auf Ab-
wegen…“
- so schrieb Kath.net“ und sorgte für teilweise heftige Reaktionen nicht nur bei seinen Lesern >> BITTE KLICKEN !
Auch einige katholische Blogger regten sich schon über den Artikel auf, z.B. hier >> BITTE KLICKEN !
und hier >> BITTE KLICKEN !
Pfarrer Stoffel erklärte zu seiner Alkoholfahrt, er habe kurz vor Mitternacht einen seelsorgerischen Notruf erhalten, ein trauma-
tisierter Mann habe ihn um Beistand gebeten. Im Nachhinein sieht Stoffel seinen Fehler ein: „Da habe ich mich ohne zu überlegen ins Auto gesetzt“. –
Inzwischen denkt er zerknirscht darüber nach, sich vom zu-
ständigen Erzbischof Zollitsch von seinem Amt entbinden zu lassen. Er habe mit seinem Verhalten sein Amt beschädigt. Zusätzlich zu mehreren Gläsern Rotwein habe er wegen einer Erkältung Medikamente eingenommen. „Ich bitte zu verstehen: Auch Pfarrer können Fehler machen“, erklärte er.
Mit Verlaub: Wie die „Badische Zeitung“ - und nicht etwa "kath.net" - meldet, gibt es da bereits weitere der Staats-
anwaltschaft bekannte Delikte, wie die Beschädigung dreier parkender Autos mit anschließender Unfallflucht und eine weitere Fahrt unter Alkoholeinfluss >> BITTE KLICKEN !
Ich will darüber nicht richten. Pfarrer Stoffel hat nun sicher genug zu ertragen. Anderseits sollte man meiner Meinung nach auch nicht "Kath.net" zum Täter machen und den alkoholisierten Pfarrer zum Opfer. - Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können auf solch einer offenbar nicht gerade lang-
samen Fahrt bei „absoluter Fahruntüchtigkeit“. Wie wären dann, wenn es Tote gegeben hätte, manche Kommentare ausgefallen? - Wer schoß da tatsächlich über das Ziel hinaus?
Es ehrt den Pfarrrer, dass er sofort auf einen seelsorgerischen Notfall reagierte – das macht mittlerweile nicht mehr jeder seiner Kollegen. Doch auch in Freiburg gibt es Taxen – per Funkrundruf kann jede Taxizentrale in Minutenschnelle im Notfall für raschen Transport sorgen, ohne dass Menschenleben auf’s Spiel gesetzt werden.
Herrn Pfarrer Stoffel dennoch ganz herzliche Genesungs-
wünsche sowie Kraft und Gottes Segen für die Zukunft!

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6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Alkohol ist kein Kavaliersdelikt! Bei katholischen Priestern weiter verbreitet, als man wahrhaben will. Ich selbst konnte mich mal nur durch einen Sprung über eine Leitplanke retten, als ein alkoholisierter Fahrer auf mich zubrauste. Also bitte nicht verharmlosen !!!

Anonym hat gesagt…

Nicht nur kath.net hat die Meldung verbreitet, es stand in vielen Medien, auch in der BILD. Ob es klug ist, in katholischen Blogs jetzt auch noch darüber zu berichten, sei mal dahingestellt...

Romeo hat gesagt…

Ihr Blogger seid schon ein seltsames Völkchen: Da habt ihr mit kath.net ein vielbeachtetes (auch vom Papst!) katholisches Sprachrohr, das ihr offensichtlich selbst auch lest, aber dann ist es euch auch wieder nicht recht. Wo bleibt euer Lob für die viele Arbeit des kath.net-Teams? - Meckern ist euch wohl lieber?!

Der Predigtgärtner hat gesagt…

Das kommt selbst in Familie und Freundeskreis vor, dass man mal eine andere Meinung hat und die auch äußert. Sonst wär's ja auch langweilig.

Anonym hat gesagt…

Selber Pfarrer weiss ich, dass wir immer im Dienst sind. Das ist leider nicht immer allen "Schäfchen" bewusst, so dass sie einem gerne noch ein Glas nachschenken. Aber wenn man sie darauf aufmerksam macht, dann hatte bis jetzt noch jeder und eine Verständnis. Tatsache ist, dass es in unserem Beruf absolut nicht verträgt.

Anonym hat gesagt…

Das Problem ist nicht allein, dass kath.net über den Fall berichtet, sondern wie das geschehen ist. Da wird ein persönlich tragischer Fall kirchenpolitisch ausgeschlachtet. In erster Linie ging es darum, dem Theologen-Memorandum eins auszuwischen. Man stelle sich vor, einer der Initiatoren oder Unterstützer der "Petition pro Ecclesia" hätte eine solche Alkoholfahrt hingelegt, und danach hätte jemand die Nachricht verbreitet: "nicht nur bei der Petition auf Abwegen!" Was für ein Aufschrei wäre da durch Blogoezese gegangen, und das mit Recht, denn eine solche Überschrift wäre unanständig. Die von kath.net ist unanständig. Und was an der Gehässigkeit, die in manchen Kommentaren zu diesem Fall zu Tage tritt, katholisch sein soll, weiß ich auch nicht.

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