27.02.2011

Protest gegen Papstbesuch: Sensationelle Themen

(Fortsetzung)
Das jetzt gegründete Netzwerk hat beschlossen, als thematische Schwer-
punkte ihrer Aktionen und Veran-
staltungen diese Themen zu wählen (vielleicht raten Sie jetzt erst mal und geben Ihre Tipps ab, bevor Sie weiterlesen):
Sexuelle Selbstbestimmung, Gleich-
berechtigung der Geschlechter, Bejahung von Kondomen und anderen Verhütungsmitteln - so zumindest teilte es der Sprecher
des LSVD (Lesben- und Schwulenverband Berlin) offiziell mit.
Einfach genial, diese Themenwahl, oder? Welche Überraschung - darauf konnte man natürlich als Leser niemals kommen...
Wenn der Papst dann am 22. und 23. September in Berlin zu Gast ist, möchte man ihn zum Beispiel morgens früh um 6 Uhr mit einem "Kiss in" wecken - dabei küssen sich die Demonstranten, nachdem sie durch ein Trillerpfeifen-Signal dazu aufgefordert wurden.
Sensationell auch, was die Giordano-Bruno-Stiftung jetzt schon enthüllt: Man wolle die Chance der medialen Öffentlichkeit des Papstbesuches nutzen, um Schwierigkeiten der Kirche, "speziell der katholischen" (von mir aus dafür schon mal 100 Gummipunkte für die korrekte Zuordnung des Papstes!), ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen (Na endlich mal, das hat bisher ja auch noch niemand getan!): "Wir haben vor, ein richtiges Vatikantribunal zu machen.
Das heißt, wir wollen wirklich aufdecken, was hat denn der Vatikan in den letzten Jahrzehnten oder im letzten Jahrhundert tatsächlich verbrochen..."
- so der Vorstandssprecher jener Stiftung. Na, da wird dem Papst sicher jetzt schon ganz schlecht vor lauter Angst...
Um es ganz deutlich zu sagen:
Im Grunde sind jene Protestierer ein ganz schwaches, unbe-
deutendes Häufchen von Leuten, deren Parolen schon seit Jahren auf der Bartwickelmaschine laufen.
Weil sie selbst auch wissen,
wie wenig Bedeutung sie haben, können sie nur dadurch Aufmerk-
samkeit erregen, indem sie sich an große Veranstaltungen der Kirche dranhängen, um dann im Windschatten der Berichterstattung auf Reporter zu hoffen, die gebetsmühlenartig über Proteste gegen den Papst berichten, mit dementsprechend wohl ausgewählten Bildausschnitten.

Man darf also gespannt sein, wie originell die Protestierer wirklich sein werden. Als Papst Paul II. vor 15 Jahren in Berlin war, reichte es gerade mal für ein Demonstratiönchen von ca. 2.000 Leuten, die sich an Originalität überboten, indem sie sich als Nonnen, Mönche oder Teufel verkleideten und sogar eine "Gegenpäpstin" ernannten. Wow!

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