28.02.2011

Experiment: Weltklasse für 32 Dollar

(Fortsetzung)
Was natürlich niemand der Vorüber-Eilenden wusste: Sie wurden ausgerechnet hier in der U-Bahn-Station kurzfristige Zuhörer eines der größten Musiker der Welt, nämlich des Violinisten Joshua Bell. Ausgerechnet hier spielte er bei diesem Experiment die schönsten und schwierigsten Musikstücke aus seinem aktuellen Konzert, für das man zwei Tage vorher im ausverkauften Konzertsaal durch-
schnittlich 100 Dollar pro Platz hinblättern musste. Und die Geige, auf der er im Untergrund von Washington spielte, kostet mal gerade schlappe 3,5 Millionen Dollar.

Und was man daraus lernen könnte: Von 1070 Personen, die an ihm vorbeigehetzt sind, gaben nur 20 eine kleine Spende, und nur ganze 6 Menschen blieben kurzzeitig stehen, um zuzuhören.
Applaus? Fehlanzeige! - Da darf man sich schon fragen, ob wir in der Hetze und Routine des Alltags überhaupt noch ein Ohr und ein Auge dafür haben, was sich an Schönem um uns herum abspielt. Wenn wir als Turbo-Menschen durch den Tag eilen, verpassen wir offenbar eine ganze Menge...

... und hier heimliche Video-Aufnahmen von jener Aktion:


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