Auch heute noch kommen immer wieder Freiwillige aus aller Welt, um die Schwestern bei ihrer körperlich und seelisch schweren Arbeit zu unterstützen. Immer mehr Menschen bewunderten, was da geleistet wurde, und allmählich wusste weltweit fast jeder, wer Mutter Teresa war. Doch diese Bekannt-
heit rief nicht nur Anerkennung hervor, auch in Form von vielen öffentlichen Ehrungen bis hin zum Friedensnobelpreis, sondern auch viele Anfeindungen.
Einer von den polemischsten Gegnern von Mutter Teresa war der vor wenigen Tagen verstorbene Atheist Christopher Hitchens.Für seine bissige Religionskritik war er bekannt. „Der Herr ist kein Hirte. Wie Religion die Welt vergiftet“ heißt sein wohl bekanntestes Buch, und während eines Vortrags sagte Hitchens, man solle Religion der Lächerlichkeit preisgeben und ihr mit „Hass und Spott“ begegnen.
Die bewusste Einfachheit der berühmten Ordensschwester war ihm ein Dorn im Auge, und so kritisierte er sogar, dass Mutter Teresa während eines Rom-Besuches mit dem Linienbus zum Vatikan gefahren war, statt sich chauffieren zu lassen. Ihre Bescheidenheit sei „theatralisch und kalkuliert“. Sogar ein Buch über die Schwester musste sein, voll von meist polemischen Vorwürfen und mit nur wenigen Quellenbelegen für seine An-
griffe. „Hell’s Angel“ ist der aggressive Titel seiner 100-Seiten-Kriegserklärung.
Dass es bei den Schwestern keine Buchführung wie bei einer westlichen Bank gibt, regte ihn maßlos auf, denn niemand gab ihm Auskunft, was mit den Millionen an Spendengeldern ganz konkret finanziert wurde. Immer wieder stand die Person von Mutter Teresa im Mittelpunkt seiner Attacken. Sie sei eine „gerissene Öffentlichkeitsdarstellerin“, die nur berühmt werden wolle. Dass selbst ein Artikel des „SPIEGEL“ zu ganz anderen Erkenntnissen kam, focht ihn und seine Gesinnungsgenossen nicht an. Mit dem Geld hätte man doch die tollsten Kranken-
häuser bauen können, befand er beispielsweise. Da können die Schwestern vor Ort nur müde lächeln. Solche Kritiker verstehen die Mentalität der Leute dort überhaupt nicht. Unsere westliche Apparate-Medizin ist den Menschen dort mehr als fremd.
Christopher Hitchens hat diese Welt nun als Folge einer Krebserkrankung im Alter von 62 Jahren für immer verlassen. Viele Christen beten für ihn und wünschen auch ihm ein ewiges Leben in der Nähe Gottes. Aber interessant wäre es schon, wenn man wüsste…
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- Umfangreiche Website Mutter Teresa >> BITTE KLICKEN !
- "DER SPIEGEL" schreibt: "Eine Heilige erster Klasse"
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- Foto Mutter Teresa: Túrelio/Wikimedia Commons
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- Foto Christopher Hitchens: Arkansas Lad/flickr/Wikimedia
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