Im Bibeltext heißt es: „Maria aber bewahrte alles, was geschehen war,in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ - Da ist sie also, die Anleitung für uns für den richtigen Umgang mit dem Wort Gottes!
Maria lässt die Botschaft gewisser-
maßen „ziehen“, sie gibt dem Wort Gottes die nötige Zeit, damit es seine Wirkung auch ent-
falten kann. Sie bewahrt alles in ihrem Herzen, und nach und nach kann sie den Sinn all dessen entfalten, und nach und nach lernt sie zu verstehen, was die Aufgabe, die Sendung ihres Sohnes ist.
Diese Haltung Mariens war damals nicht selbstverständlich,
und heute ist sie es auch nicht für uns; deshalb heißt es ja auch: „Maria aber…“ - Wir kennen das: man hört etwas, aber es geht im Grunde zum einen Ohr hinein und zum anderen schnell wieder hinaus. Manches im Glaubensleben begeistert uns sogar richtig für einen Moment, aber wir lassen es nicht genug ziehen. Es kann gar keine Wirkung entfalten, wenn man mit den Ge-
danken im nächsten Moment schon wieder ganz woanders gelandet ist.
Maria aber macht die frohe Botschaft Gottes gewissermaßen haltbar, sie konserviert sie in ihrem Herzen. Da ist es kein Wunder, dass die Kirche dieses Fest und diesen Text ganz an den Anfang des neuen Jahres gelegt hat.
So bekommen wir Maria schon gleich als Wegbegleiterin für 2012 mit auf den Weg. Unter ihrem Schutzmantel sind wir alle gut aufgehoben. - Das erinnert an die uralte Regelung, wonach rechtlose, verfolgte Menschen sich unter dem Schutzmantel der Königin vor Verfolgung sicher sein konnten. Ein Marienfest zum 1. Januar, dem Weltfriedenstag – was für eine deutliche Symbolik hatdieser Termin!
Allzugerne machen die Menschen ihre jeweils eigene Definition von Frieden, und damit geraten sich sich immer wieder auf schlimmste Art und Weise gegenseitig in die Haare, in der großen Politik wie im kleinen Kreis der Freunde und Familien. Wenn Friede nämlich das ist, was wir selbst als solchen fest-
legen, wird es Konferenzen und Debatten geben ohne Ende und diese leider oft auch nur mit spärlichem Erfolg.
Maria aber begibt sich in den Frieden Gottes – sie tut genau das, was er von ihr erwartet. So geschieht es auch mit der Namens-
gebung für Jesus. Es fällt auf, dass im Text des Evangeliums immer nur von dem Kind die Rede ist, ohne den Namen zu nennen: die Hirten fanden „das Kind, das in der Krippe lag“ .
So heißt es auch: „Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte“ - jetzt erst bekommt es den Namen Jesus, jetzt erst wird es mit der Beschneidung aufgenommen in die jüdische Gemeinschaft. So ist es Tradition und Gesetz, und genau so wird es auch von Joseph und Maria gehandhabt.
Jesus feiert jetzt also gewissermaßen an diesem Tag auch seinen Namenstag!
Mit Maria ins Jahr 2012 gehen – da braucht man keine Hufeisen, keine vierblättrigen Kleeblätter, keine Horoskope und kein Blei-
gießen. Beachten wir einfach klugerweise die Verwendungs-
anleitung Marias: Bewahren auch wir das Wort Gottes in unserem Herzen, lassen wir es lange Zeit einwirken und denken darüber nach. Dann kann Maria auch besonders gut über jeden von uns ihren weiten Mantel ausbreiten, wie es im „Gotteslob“ in Lied Nr. 595 so schön besungen wird.
Predigt Subprior P. Franz, Benediktinerstift Göttweig>> BITTE KLICKEN !
Predigt Eberhard Gottsmann
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15 Predigtvorschläge der Karl-Leisner-Jugend
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Predigt Weihbischof Dr. Andreas Laun (Hörpredigt)
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Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
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Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
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Einige Marien-Texte und Überblick über Marienfeste
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Bistum Fulda: Ökumenischer Terminkalender (pdf)
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Betrachten Sie das nachfolgende Bild bitte ganz konzentriert, und zwar ca. 20 Sekunden lang!
(Zeichnung: Mönch, Quelle unbekannt)
Verfärbt es sich braun, ist Ihre Leber krank. Verfärbt es sich grün, ist Ihre Niere krank. Verfärbt es sich rot, ist Ihr Herz krank. Beginnt es vor Ihren Augen heftig zu tanzen, sind Ihre Augen krank.
Passiert nichts dergleichen, sind Sie kerngesund! - Somit gibt es keinen wirklichen Grund, am Sonntag nicht zur Heiligen Messe zu gehen!
Passiert nichts dergleichen, sind Sie kerngesund! - Somit gibt es keinen wirklichen Grund, am Sonntag nicht zur Heiligen Messe zu gehen!
Den heutigen Predigttext können Sie per E-Mail bei mir anfordern oder selbst herunterladen (der Link funktioniert bis etwa 1.2.2012):
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1 Kommentar:
WUNDERSCHÖN! HERZLICHEN DANK.
Sowas schönes und zugleich kindliches habe ich selten gehört. Vergelt´s Gott!
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