Da jedoch über die Feiertage die meisten Apotheken ge-
schlossen hätten, sei es sinnvoll, sich rechtzeitig mit dieser Pille einzudecken, die eine Befruchtung verhindert bzw. bei schon stattgefundenem Eisprung die befruchtete Eizelle abtötet.
Die Tatsache dieses Gratis-Angebots an sich ist schon sehr aufschlussreich und sorgt neben riesiger Nachfrage (im ver-gangenen Jahr 250.000 Bestel-
lungen) auch für Riesen-Ärger, denn auch die Art und Weise der Pillen-Verteilung stößt auf Protest: Immerhin läuft die online-Bestellung über eine Seite mit dem bezeichnenden Namen
„Der Weihnachtsmann kommt“ (www.santacomes.org), auf der Titelseite mit einer bunten Lichterkette mit dem Wort „Sex“ und der Überschrift „An Weihnachten geil werden?“ bzw. „An Weihnachten angemacht werden?“
Mit einem online-Formular kann die Pille anschließend dort so einfach bestellt werden wie eine Pizza, bemängeln Kritiker. Es erfolgt zwar stets danach eine 15-minütige Beratung per Telefon, doch das Telefon verleite Jugendliche leicht zu einer falschen Altersangabe. Der Grund: Für Mädchen unter 16 Jahren bleibt das Präparat immerhin noch verschreibungspflichtig.
Für dieses Jahr 2011 stehen die Zeichen jedenfalls auf Pillen-Sturm: auf jener Internetseite wird derzeit verkündet, wegen noch größerer Nachfrage könne diesmal die rechtzeitige Lieferung vor dem Fest (?) nicht garantiert werden… Für „eine wirkliche Schnapsidee“ hält das gewiss nicht nur der deutsche Weih-
bischof Anton Losinger in einem Interview mit dem Kölner Domradio (siehe Link unten). - Kritiker verweisen darauf, dass
mit dieser Maßnahme ganz offiziell ungeschützter und verant-
wortungsloser Sex unterstützt und gefördert wird. Wer diese Pille (Normalpreis ca. 30 Euro) so breitflächig in der Bevölkerung verteile, setze damit das fatale Signal, dass man sich über das eigene Verhalten und dessen eventuelle Folgen gar keine Gedanken mehr zu machen brauche. Da betrinke man sich bis zum Anschlag, um anschließend Sex zu haben, wie und mit wem er gerade kommt. Gerade bei betrieblichen Feiern werde oft heftig über die Stränge geschlagen, auch ohne Rücksicht auf Freund oder gar Ehemann.
So sei dieses „Notfallmedikament“ eigentlich eher eine Art Fremdgeh-Pille, denn mit ihr könne man dem Anschein nach sexuelles und moralisches Fehlverhalten in nicht mehr ganz zurechnungsfähigem Zustand nachher ungeschehen machen, und das staatlich gefördert.
wortung und Treue macht den Kritikern große Sorgen. Eine britische Studie kommt nämlich u.a. zu dem Ergebnis, dass die Abnahme ungewollter Schwangerschaften geringer war als erhofft, dass dafür aber die Geschlechtskrankheiten zunahmen, und zwar besonders bei Jugendlichen.
Mit anderen Worten: Gerade die jungen Frauen setzen sich, weil sie sich in Sicherheit glauben, vermehrten Risiken aus bzw. werden sogar von den beteiligten Männern mit Hinweis auf die Pille dazu ermuntert.
Da fällt dann auch schon mal der Begriff „Sodom und Gomorrha“, um den traurigen Ist-Zustand in Großbritannien zu beschreiben.
Alle diese Warnungen werden von der staatlichen Schwanger-
schafts-beratung BPAS als Pillen-Versender energisch zurück-
gewiesen. Die Kritiker seien eben „weltfremd“. – Ach, so einfach ist das also…!
- Artikel von „DIE WELT“
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- Die spezielle Weihnachtsmannseite von BPAS
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- Das domradio-Interview
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Weihbischof Laun gegen geplante Freigabe der Pille danach – jedoch seit Ende 2009 rezeptfrei in Österreich zu haben
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1 Kommentar:
Die Spassgesellschaft hat eben ihren Preis. Verantwortung - was ist denn das?
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