31.08.2011

23. Sonntag im Jahreskreis A - 4.9.2011

(Fortsetzung)

Schauen wir uns das heutige Evangelium etwas genauer an. Zuerst fällt auf, dass Jesus sich nur an den internen Kreis derjenigen wendet, die ihm nachfolgen wollen: „In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht.“
Es geht hier also um die konkrete Gemeinde vor Ort. Es geht um das Zusammenleben als Christen. Aber nicht die Gruppe als Ganzes wird von Jesus angesprochen, sondern jeder Einzelne. Es heißt ja: „Wenn dein Bruder sündigt…“ - und nicht „euer“ Bruder. Niemand kann sich jetzt noch hinter dem „Wir“ ver-
stecken. Jeder einzelne Christ in der Gemeinde ist von ihm angesprochen.
Die Frage ist dann immer, wie man mit diesem auffälligen Gemeindemitglied umgehen soll. Wir leben heute in einer Zeit, die von Toleranz geprägt ist. Das erleichtert nicht nur das Zusammenleben, sondern es ist auch recht angenehm für uns selbst. Niemand verbrennt sich gerne den Mund. Niemand will gerne in die Schusslinie geraten.
Man hat uns beigebracht, dass es klug ist, sich weitgehend aus allem herauszuhalten. Die Devise im Zusammenleben heißt: verhalte dich möglichst diplomatisch, ecke bloß nicht an. Das
hat in der Kirche allerdings auch Tradition, bis hin zu manchen Bischöfen, die sich vornehm zurückhalten, wo manchmal das Flaggezeigen nach innen und außen für Klarheit sorgen würde.
Jeder Einzelne ist hier von Jesus ange-
sprochen: „Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht.“ - Nein, ich soll niemanden aussortieren wie einen faulen Apfel. Das Schwache, Kranke, Anfällige – es gehört auch zur Kirche dazu. Die Kirche war und ist eine eben auch immer eine Kirche der Sünder, einschließlich der Tatsache, dass man manchmal zwar den kleinen Splitter im Auge des anderen sieht, wie Jesus an anderer Stelle erklärt, nicht aber den dicken Balken im eigenen Auge.
Aber für die christliche Gemeinde gibt es auch so etwas wie eine akute Ansteckungsgefahr. Manchmal genügt ein einziger, um eine ganze Gemeinde zu vergiften. Zur Zeit der ersten Christen waren die Gemeinden ohnehin nicht so riesig wie heute, sondern überschaubar mit etwa 30 bis 100 Personen. Einer genügt dann, um die Stimmung in einer ganzen Versammlung zu kippen. Das wissen wir schon aus privaten Feiern. Aus einer leichtfertig dahergesagten dummen Bemerkung kann ein richtiger Familienkrach entstehen, und das Fest ist damit gelaufen.
Derjenige, der da im heutigen Evangelium sündigt, ist für die anderen nicht irgendwer. Es heißt ganz klar: „dein Bruder .
Ein Bruder gehört aber zur Familiengemeinschaft. Ein Bruder kann mir nicht egal sein. Für einen Bruder trägt jedes Familien-Mitglied auch Mitverantwortung. Die Gemeinde ist ein Stück weit wie so eine große Familie. Niemand glaubt als Christ für sich allein. Gemeinsam wird der Glaube gelebt und im Gottesdienst gefeiert. Gemeinsam treten wir zum Tisch des Herrn. Wir schen-
ken einander den Friedensgruß weiter. Niemand ist da egal. Jeder zählt. Auf jeden kommt es an.
Gerade unmittelbar vor der heutigen Bibelstelle erzählt Matthäus das Gleichnis vom verlorenen Schaf. Dessen Schluss lautet: „So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verlorengeht.“ - Die Kleinen, das sind hier die Schwa-
chen, also diejenigen, die sich oft genug wie Kinder verhalten, die leicht in die Irre gehen können.
Auf jeden kommt es Gott an. Jeden hat er in sein Herz ge-
schlossen. Jeder ist sein Kind, um das er sich sorgt. Wenn nun einer aus der Reihe tanzt, wenn nun einer der Gemeinde und mir das Leben schwer macht, wenn nun einer durch sein schlechtes Beispiel Schaden verursacht, dann ist er trotzdem nicht abge-
schrieben. Im heutigen Text heißt es sogar, dass man zu ihm hingehen soll und ihn unter vier Augen zurechtweisen soll.
Mit anderen Worten: Ich soll als Christ und Gemeindemitglied nicht abwarten, bis das Kind endgültig in den Brunnen gefallen ist. Ich soll nicht schweigend zusehen, wie meine Pfarrgemeinde ernsthaft beschädigt wird.
Das gute Zusammenleben in der Gemeinde ist ein hoher Wert. Wenn es ständig Reibereien und Querelen gibt, schadet das allen. Manche werden irgendwann einer solchen Gemeinde enttäuscht den Rücken kehren und sich in einer anderen Gemeinde eine neue Heimat suchen. Manche werden still
und sagen lieber gar nichts mehr.
Jeder, der den Verursacher kennt, ist mitverantwortlich. Als Hausnachbar darf ich auch nicht ruhig zusehen, wenn ich weiß, dass Eltern in der unmittelbaren Nachbarschaft ihr Kind verprü-
geln oder fast verhungern lassen. Ich soll in der Gemeinde ebenso die Initiative ergreifen, ich soll mich auf den richtigen Weg machen zu dem, der auf den falschen Weg geraten ist.
Dazu müssen wir wissen, dass die brüderliche Zurechtweisung im Judentum und später im Christentum („correctio fraterna“) sogar eine lange Tradition hat. Zurechtweisung heißt, den rechten Weg weisen. Das darf nie im Zorn geschehen. Man zeigt als Christ niemals mit dem Finger auf andere, aber man zeigt in der christlichen Gemeinde mit dem Finger nach oben, auf Gott hin. Nicht der Typ „Besserwisser“ ist jetzt gefragt, sondern der Typ „Hirte“.
Damit fällt dem Priester in der Gemeinde natürlich eine ganz besondere Verantwortung zu. Aber er ist nicht allein die Gemeinde, und sie gehört ihm auch nicht. Jeder ist ein Teil davon.
Im brüderlichen Gespräch unter vier Augen soll niemand den Kopf gewaschen bekommen. Jesus hat es vorgemacht: eher sind die schmutzigen Füße dran!
Das Ziel des persönlichen Gespräches mit dem Bruder im Glauben wird von Jesus gleich mit angegeben: „Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.“ - Darum - und nur darum! – darf es also bei dem heiklen Gespräch gehen: Das Wachrütteln des Mitbruders. Ihm soll ein Licht aufgehen: Pass auf, da ist ein gefährlicher Abgrund!
Du bist in Gefahr, abzustürzen, und vielleicht reißt du noch viele mit dir in die Tiefe! Halte an, lass dir helfen und kehre bitte zurück!
Wir hätten es natürlich gerne genauer gewusst, worin denn beispielsweise die Sünde bestehen könnte, für die solch ein internes Gespräch angebracht ist. Das wird uns aber im Evan-
gelium nicht verraten, und das sicher mit gutem Grund: Wie wir uns Menschen kennen, gäbe es sicher schnell in den kirchlichen Gemeinden einen immer wieder strittigen Katalog von Verhal-
tensweisen, die darunter zu fallen haben – oder eben auch nicht, so ähnlich wie der Bußgeldkatalog für Autofahrer.
Im Mittelpunkt steht aber vielmehr unser Bruder im Glauben, der musikalisch gesprochen gerade dabei ist, ein ganz anderes Musikstück zu spielen als der Rest des christlichen Orchesters. Und das klingt schrecklich und macht die schöne Musik kaputt. Er braucht jetzt liebevolle Hilfe, damit er wieder in den richtigen Takt und in die richtige Melodie zurückfinden kann.
Jesus sagt auch nicht: Wenn du den bloßen Verdacht hast, dass dein Bruder sündigt, dann… - Nein, die Sünde, das Vergehen des Mitchristen im heutigen Beispiel ist also ganz offensichtlich und allen ein Ärgernis. Da gibt es nichts mehr zu vermuten, sondern sein jetziges Verhalten ist eindeutig falsch.
Man sollte sich als Gemeindemitglied also sehr hüten, auf bloßen Verdacht hin etwas zu äußern. Der Pfarrer von Ars hatte hierfür in einer Predigt ein schönes Beispiel: Ein Bischof wurde offenbar nachts dabei beobachtet, wie er im Dunkeln um ein Haus schlich. Peinlich nur, dass es ausgerechnet das Haus von drei jungen Mädchen war. Schnell könnte man nun zu der Überzeugung kommen: Da sieht man es mal wieder: Tagsüber fromm tun und nachts ein großer Sünder! Der Pfarrer von Ars hatte für seine Gemeinde zur Warnung vor dem üblen Getratsche aber gleich des Rätsels Lösung parat:
Es handelte sich um den berühmten Bischof Nikolaus, der den armen Mädchen heimlich Geld brachte, damit sie nicht betteln gehen mussten…

Ja, sagt das heutige Evangelium, wir alle sind im besten Sinne der Hüter unseres Bruders. So will es Gott. Nicht, um uns damit zu belasten, sondern, damit keiner verloren geht. Wer also jemanden auf den rechten Weg zurückbringen möchte, tut dies nicht zu seinem Privatvergnügen oder zu seinem privaten Ärger, sondern im ausdrücklichen Auftrag, im Auftrage Gottes.
Das schließt freilich aus der praktischen Lebenserfahrung heraus leider auch die Möglichkeit ein, dass ein solches Gespräch gründlich daneben gehen kann. Das kann vielleicht einfach daran liegen, dass der Angesprochene beleidigt oder aggressiv reagiert. Es kann aber auch daran liegen, dass der mahnende Mitbruder mit dieser Aufgabe schlicht überfordert ist. In der Praxis ist es (das muss man einschränkend gestehen!) wirklich nicht jedem gegeben, ein solches heikles Gespräch zu führen. Dieses erfordert schließlich sehr viel Fingerspitzengefühl, Aufrichtigkeit, Geduld und das, was man Weisheit nennt.
Wir wissen aus dem Alltag in Familie, Beruf und Vereinen, dass so manches gut gemeinte Gespräch total aus dem Ruder gelau-
fen ist. Die Chemie hat einfach nicht gestimmt, sagen wir dann.
Die Möglichkeit dieses Scheiterns hat Jesus aber bereits im Blick, denn im Text heißt es: „Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muß durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.“
Das Gespräch unter vier Augen hat den großen Vorteil, dass
da nichts an die große Glocke gehängt wird. Oft ist dies für die Atmosphäre sehr hilfreich. Wenn es aber doch schief läuft, können wir uns nicht einfach zurücklehnen und sagen: Ich habe es versucht. Er will nicht, dann hat er eben Pech gehabt. Das ist jetzt nicht mehr mein Bier!
Wir merken hier, wie lästig und unan-
genehm das Evan-
gelium für uns alle werden kann. Jesus lässt nicht so schnell locker. Unser Wohl-
befinden und unsere verständlichen Ängste sind ihm offenbar nicht so wichtig wie das Zurückgewinnen des Bruders, der in der Gefahr steht, für Gott auf ewig ein verlorener Sohn zu bleiben.
Das ist eine bittere Pille, nicht nur für den sündigen Mitbruder, sondern auch für uns alle. Wie gerne würden wir uns doch aus dieser Nummer herauswinden!
Das Einzige, was Jesus da anbietet, ist die Einschaltung anderer. Wenn zwei oder drei andere dazugeholt werden, hat die An-
gelegenheit gleich mehr Gewicht. Dann kocht da aber auch nichts mehr auf kleiner Flamme. Die Anwesenheit von Zeugen spielte schon in der Praxis der jüdischen Gemeinden damals eine bedeutende Rolle. Das Ganze war jetzt offiziell. Es gab kein Zurück mehr. Die Sache musste jetzt geklärt werden. Nun ging es konkret um die Ordnung in der Gemeinde, also ein Disziplinar-Verfahren. Am Ende stand dann oft ein Tadel oder ein Aus-
schluss. Dieser wiederum konnte damals zeitlich begrenzt sein (üblich war ein Monat) oder für immer gelten.
Inwieweit dieser zweite Schritt so in der Praxis heutiger Pfarr-
gemeinden mit mehreren Tausend Pfarrangehörigen möglich wäre, ist aus unserer Sicht eine kritische Frage an den heutigen Bibeltext.
Erst recht der dritte Schritt scheint uns heute nicht so einfach zu sein, wie das im Evangelium klingt. Soll da etwa auf einer extra einberufenen Pfarrversammlung ein Tagesordnungspunkt stehen: Gespräch und Beschluss über das grobe Fehlverhalten von Herrn X oder Frau Y?
So etwa denken wir heute, und schon haben wir vermeintlich das von uns herbeigesehnte Schlupfloch gefunden, um der Provo-
kation des heutigen Bibeltextes zu entkommen. Das heimliche Motto könnte dann lauten: Gottseidank, für uns heute kann das
ja gar nicht mehr gelten – das liegt doch ganz offensichtlich auf der Hand!
Ganz so einfach ist die Sache aber dann doch nicht. Erinnern wir uns an die Kernaussage des Textes. Es geht um meine Mit-
verantwortung, und es geht um die Mitverantwortung der ganzen Pfarrgemeinde. Das Ärgernis von Fehlverhalten gibt es heute immer noch. Das nimmt auch keine Rücksicht auf die Größe von Pfarrgemeinden.
Der Schluss des Textes zeigt dies überdeutlich: „Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
Die Kirche vor Ort trägt also Mitverantwortung. Auch für die Schäfchen, die gerade dabei sind, in die Irre zu gehen. Bei der Kirchensteuer wird ja auch von allen genommen, nicht nur von den „Braven“, die keinen Kummer machen. Wie diese Verant-
wortung heute konkret in einer Gemeinde realisiert werden kann, dafür gibt’s in der Bibel kein fertiges Rezept. Hier sind die vielen Versammlungen der kirchlichen Gremien gefragt, die Konferen-
zen, von denen es ja genug gibt, die Bischöfe und auch jede einzelne Gemeinde vor Ort. Kluge Modelle in Büchern gibt es dafür gewiss auch.
Eines aber verrät uns das heutige Evan-
gelium zum Schluss sicherheitshalber schon mal im voraus: Es gibt eine ganz bestimmte Methode, die sich tausendfach bewährt hat, und die heißt Gebet. Was wir intensiv und gemeinsam erbeten und er-
bitten, das werden wir vom himmlischen Vater erhalten.
Das steht gerade dort im Evangelium nicht ohne Grund. Jeder Einzelne und jede Pfarrgemeinde muss sich da selbst immer mal wieder kritisch fragen:
Wie steht es eigentlich bei mir und bei uns mit dem Gebet, besonders mit dem Gebet für unsere Nächsten in der Familie und in der Gemeinde? Wie sehr ist es für mich und uns alle ein wirkliches Herzensanliegen, dass die Kirche insgesamt und die Kirche vor Ort keinen Schaden nimmt? Wie sehr sind wir in unserem Gebet ganz intensiv Fürsprecher für diejenigen, die vom geraden Weg abgekommen sind oder in der Gefahr stehen, dies zu tun?
Der Theologe Hans Urs von Balthasar hat in diesem Zusammenhang vom wesentlichen Unterschied zwischen sitzender und kniender Theologie geschrieben. Wo das innige Gebet in den Mittelpunkt gerückt wird, wo es schließlich auch hingehört, da wird der Einzelne und die Gemeinde langfristig Frucht bringen.
Auch da ist der Pfarrer von Ars ein leuchtendes Beispiel. Er war wirklich ansteckend. Eine ganze Pfarrgemeinde hat er angesteckt mit seiner glühenden Liebe zu Gott. Und auch Pater Pio hat so manchen Sünder, der bei ihm beichtete, zum reinigenden Weinen und Erschrecken über seine Taten gebracht.
Lassen auch wir uns also durch das Evangelium immer wieder zurechtweisen!

Predigt Eberhard Gottsmann: „Wie man mit einem fiesen Typ umgehen soll“ >> BITTE KLICKEN !
Predigt: „Korrigiert werden“ (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
Predigt Pfr. Karl Sendker: „Mein Name ist Hase…?“
>> BITTE KLICKEN !
Predigt Pfr. Johannes Taig: „Pastor pastorum“
>> BITTE KLICKEN !
Predigt Diakon Josef Lengauer
>> BITTE KLICKEN !
Lesehilfe des Katholischen Bibelwerkes (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
Exegetisch-theologischer Kommentar (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
Predigt P. Raniero Cantalamessa: „Sich zurechtweisen lassen“
>> BITTE KLICKEN !
Prof. Dr. Franz Annen: „Correctio fraterna im Alltag“ (pdf)
>> BITTE KLICKEN !
Falsche Fuffziger – hintenrum im Namen des Herrn“
>> BITTE KLICKEN !
Abt Dr. Johannes Gartner OSB : „II. Konfliktlösung im Kloster…“
>> BITTE KLICKEN !
Ausschluss des homosexuellen Theologen David Berger
>> BITTE KLICKEN !

Qualitätspredigt? Der neue Pfarrer ist sehr schüchtern und spricht deshalb auch bei der Predigt ziemlich leise. Ein Mann, der hinten in der letzten Reihe sitzt, hält es irgendwann nicht mehr aus und ruft nach vorne : „Könnten Sie bitte lauter sprechen.
Ich verstehe hier kein einziges Wort.“ - Da erhebt sich ein Mann, der ganz vorn in der ersten Reihe sitzt, und ruft zurück: „Hier vorne versteht man jedes Wort sehr gut, und ich bin gerne bereit, mit Ihnen zu tauschen.“

Unangenehme Antwort: Die Gemeinde ist mit dem neuen Pfarrer eigentlich sehr zufrieden. Er hat Zeit für jeden einzelnen, hält gut verständliche Predigten und geht auch sehr geschickt mit dem Pfarrgemeinderat um. Eine kleine Unvollkommenheit haben einige stets fein gekleidete Damen allerdings bei ihm ausfindig gemacht: Leider rasiert der Herr Pfarrer sich nur unregelmäßig und wirkt daher manchmal etwas ungepflegt. Eines Tages fasst sich eine der Damen ein Herz und fragt ihn nach der Messe ganz diplomatisch: „Herr Pfarrer, sagen Sie mal, wie oft muss man sich eigentlich rasieren?" – Nach einer kleinen Schrecksekunde ant-
wortet Hochwürden: „Ach, liebe Frau, ich schätze mal, bei Ihrem spärlichen Bartwuchs sollte es reichen, wenn Sie sich alle vier Tage rasieren."

Diese Predigt können Sie selbst als pdf-Datei herunterladen.
(Der Link dorthin funktioniert bis etwa 1.10.2011, danach ist die Datei per E-Mail bei mir erhältlich.) >> BITTE KLICKEN !

--------------------------------------------------------------------------------------
- Zum 24. Sonntag A am 11.9.2011 KEINE Predigt! -
------------------------------------------------------------------------

zurück zur PREDIGTGARTEN-Hauptseite >> BITTE KLICKEN !

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Zur Zeit keine Kommentare möglich.

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.